Ausgabe 175 - April 2018

Dr. Eckart von Hirschhausen hält Plädoyer für Pflegeberufe im Capitol in Düsseldorf

Bild: Dr. Eckart von Hirschhausen hält Plädoyer für Pflegeberufe im Capitol in Düsseldorf
Die knapp 1.000 Besucher im voll besetzten großen Saal des Düsseldorfer Capitol Theater verabschiedeten ihn mit lang anhaltendem Applaus: Mediziner, Autor, Kabarettist und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen hatte in einem anderthalbstündigen Mix aus wissenschaftlichem Vortrag und Kabarett eine Lanze für den Pflegeberuf gebrochen. Das Multitalent war auf Einladung der FOM Hochschule in das Musical-Theater gekommen und unterhielt und informierte Mitarbeiter und Führungskräfte aus der Gesundheitsbranche - Pflegedienstleiter, Pflegekräfte und Ärzte, sowie Studierende der FOM aus dem Hochschulbereich Gesundheit & Soziales.

Pflegeberuf hat mehr Anerkennung verdient

Neben FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier und Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan Gesundheitsstudiengänge begrüßte auch der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke die Gäste in der "Gesundheitsstadt Düsseldorf". "Der Pflegeberuf verdient mehr Anerkennung, mehr Respekt und eine bessere Bezahlung", so von Hirschhausen, der zudem die Ausbildung in den Pflegeberufen kritisierte: "In der dreijährigen Lehre kommen beispielsweise psychologische Themen nicht vor. Niemand bereitet das Pflegepersonal auf die emotionalen und psychologischen Belastungen für das eigene Leben vor".

"Humor hilft heilen"

Seit 2008 setzt sich daher die von Hirschhausen-Stiftung "Humor hilft Heilen" unter anderem für eine bessere und heilsame Stimmung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ein. "In der Pflege sind zu viele Einzelkämpfer unterwegs, Kommunikation und Teamarbeit sind aber die Erfolgsfaktoren in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen." Dabei verwies Eckart von Hirschhausen auf die Berliner Charité, deren Name vom lateinischen Wort Caritas abstammt und im übertragenen Sinne so viel wie Nächstenliebe bedeutet. Dies sei eigentlich das Wichtigste für einen respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Patienten.

Hirschhausen-Kooperation mit der FOM

Der 50-jährige arbeitet seit einiger Zeit intensiv mit der FOM zusammen. Für den neuen Bachelor-Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft hat von Hirschhausen ein Lehrmodul mit entwickelt, in dem es um die heilende Kraft von Humor geht. Mit diesem Wissen sollen Pflegende auch ihre eigene Widerstandskraft stärken können. "Wer sich für den Studiengang einschreibt, wird im Verlauf das Thema Humor aus pflegewissenschaftlicher Sicht kennenlernen", so FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. "Wir sind davon überzeugt, dass Humor nicht nur den Patienten gut tut, sondern vor allem den Pflegekräften in der täglichen Arbeit hilft."

Forschungsprojekt läuft

Dazu führt die von Hirschhausen-Stiftung zusammen mit der FOM ein gemeinsames Forschungsprojekt mit 400 Pflegeschülern durch. Es wird untersucht, wie lange Beschäftigte mit und ohne Resilienz-Training der Pflege erhalten bleiben, ob sie auch langfristig motiviert bzw. glücklich im Job sind und wie sie es schaffen, ihre eigene psychische und physische Gesundheit zu erhalten."
Bild: Aufsichtsrats-Score-Ergebnisse für 2017 vorgestellt

Aufsichtsrats-Score-Ergebnisse für 2017 vorgestellt

In der Wertung des Aufsichtsrats-Score (AR-Score) für 2017 erreichte die Commerzbank mit 81,1% den höchsten Punktwert, gefolgt von Stada (80,7%), Leoni (80,0%), Osram (79,2%) und der Aareal Bank (77,5%). Der hohe Anteil von MDAX-Gesellschaften in den Top Five verdeutlicht, dass eine vorbildliche Aufsichtsratsarbeit keine Frage der Indexzugehörigkeit oder Unternehmensgröße ist.

Unterschiede bei DAX und MDAX

Auch die Unterschiede zwischen den durchschnittlichen Aufsichtsratsvergütungen in den DAX- und MDAX-Gesellschaften nimmt zu, so stieg der die Vergütung bei DAX Konzernen um 10% auf durchschnittlich 172.000 EUR, bei im MDAX notierten Unternehmen um 5% auf 108.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Dabei bestehen zwischen den Unternehmen teilweise erhebliche Unterschiede, so zahlte Axel Springer 333.000 EUR während die Deutsche Euroshop "nur" 34.708 EUR zahlte. Prof. Dr. Peter Ruhwedel (Foto), wissenschaftlicher Leiter des KCU KompetenzCentrum für Unternehmensführung & Corporate Governance, hat die Studie "Aufsichtsrats-Score" bereits zum siebten Mal durchgeführt. Weitere Informationen: http://www.fom-blog.de/

Essener Grundschulen und Kitas gemeinsam gegen Rechenschwierigkeiten

Wie kann man Mathematikschwierigkeiten frühzeitig erkennen und bekämpfen? Die Fortbildungsreihe "Rechenschwierigkeiten - vorbeugen, früh erkennen und früh fördern" startete am Dienstag in den Räumen des BildungsCentrums der Wirtschaft (BCW). Initiatoren sind die Schulberatungsstelle und das Kompetenzteam im Schulamt der Stadt Essen in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen. In dieser innovativen Veranstaltung erarbeiten Essener Grundschullehrkräfte gemeinsam mit Kita-Mitarbeiter/-innen Konzepte, um Kindern von Anfang an spielerisch Spaß am Rechnen zu vermitteln. Jedes Kind soll individuell eingeschätzt und zu gefördert werden können. Mit vereinten Kräften und einer guten Kommunikation am Übergang von der Kita in die Schule wird der Entwicklung einer Rechenschwäche effektiv vorgebeugt.

Rechenschwierigkeiten bei jedem fünften Schulkind

Jedes fünfte Schulkind hat laut Studien Rechenschwierigkeiten. Oft werden diese Schwächen erst erkannt, wenn die Probleme massiv werden. Um hier frühzeitig intervenieren zu können, initiierten die regionale Schulberatungsstelle und das Kompetenzteam der Stadt Essen in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen eine neuartige Offensive. In der Fortbildungsreihe "Rechenschwierigkeiten - vorbeugen, früh erkennen und früh fördern" werden Essener Kindertagesstätten und Grundschulen gemeinsam darin unterstützt, der Entwicklung von Rechenschwierigkeiten bereits im Prozess der Entstehung entgegenzuwirken. Claudia Kröger, Co-Leitung des Kompetenzteams, erläutert: "Wir schulen die Fachkräfte, Kinder mit einem erhöhten Risiko für Rechenschwierigkeiten zu erkennen und sie frühzeitig, individuell und nahtlos zu fördern." Schon im Kindergarten können dann die Erzieher/-innen die mathematischen Vorläufer-Fähigkeiten einschätzen und passgenau Spiele einsetzen, die für die Entwicklung eines bestimmten Kindes förderlich sind. Durch die gemeinsame Fortbildung entwickeln Erzieher/-innen und Lehrkräfte eine gemeinsame Sprache, die eine erfolgreiche "Übergabe" von der Kita an die Grundschule ermöglicht.

Innovative Weiterbildungsmaßnahme

"Es ist neu und sinnvoll, dass Kita-Erzieher/-innen und Lehrer/-innen gemeinsam fortgebildet werden. Wir freuen uns, dass wir diese innovative Weiterbildungsmaßnahme unterstützen können", sagt Christoph Hohoff, strategischer Gesamtkoordinator des zdi-Zentrums.
Bild: Essener Grundschulen und Kitas gemeinsam gegen Rechenschwierigkeiten

Seit 10 Jahren Schüler-Studium an der FOM

Bild: Seit 10 Jahren Schüler-Studium an der FOM
Finanziert durch die Hamburger Claussen-Simon-Stiftung beginnen jedes Jahr zahlreiche Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe ein Studium an der FOM. Zum 10-jährigen Jubiläum des Förderprogramms "Begeistert für Wirtschaft & MINT" eröffnete FOM Kanzler Dr. Harald Beschorner gemeinsam mit dem Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, und Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung, die 20. Akademie für Oberstufenschüler.

Akdemien zweimal im Jahr

Jeweils im Frühjahr und Herbst finden diese Akademien mit Vorlesungen und Workshops in Hamburg statt. Bislang haben rund 1.800 Schülerinnen und Schüler dieses kostenfreie Angebot zur beruflichen Orientierung wahrgenommen. Für ein Studium parallel zur Schule haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als 300 Jugendliche eingeschrieben. Das Schüler-Studium ist an allen FOM Hochschulzentren möglich und bietet den jungen Studierenden einen ersten Schritt in die akademische Welt. Erworbene Credit Points während des Studiums können sie sich nach dem Abitur anrechnen lassen.

Neue Wissensgebiete entdecken

Ziel der Claussen-Simon-Stiftung ist es, jungen Menschen den Weg in wirtschaftlich und technisch orientierte Studiengänge zu ebnen und ihre Begeisterung dafür anzufachen. Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung formulierte es so: "Es freut uns, auf zehn erfolgreiche Jahre zurückzublicken, in denen wir gemeinsam mit unseren Partnern zahlreichen Jugendlichen die einzigartige Gelegenheit eröffnet haben, neue Wissensgebiete zu entdecken oder bestehende Interessen zu vertiefen. Über die Förderjahrgänge hinweg ist daraus eine deutschlandweit lebendige Stipendiatengemeinschaft entstanden." FOM Kanzler Dr. Harald Beschorner ergänzte: "Unsere Kooperation ist eine Erfolgsgeschichte, die wir gerne gemeinsam weiterschreiben." (Foto v.l.) Dr. Michael Just (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg), Georg J. Claussen (Vorstandsvorsitzender der Claussen-Simon-Stiftung), Dr. Regina Back (Geschäftsführender Vorstand Claussen-Simon-Stiftung), Ties Rabe (Senator für Schule und Beruf), Prof. Dr. Ralf Keim, Dr. Harald Beschorner. (Foto: Claussen-Simon-Stiftung / Silja Ritter)
Bild: BCW Lehrgang zum E-CommerceManager

BCW Lehrgang zum E-CommerceManager

Der Online-Handel in Deutschland boomt und glänzt nach aktuellen Zahlen des E-Commerce-Verbandes weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten. Auch E-Commerce-Startups sind im Aufwind: 2017 gehörten 25 Prozent der in Deutschland ansässigen Startups zu dieser Branche, die sich die meisten Investitionen sichern konnte. Die BCW Weiterbildung in Essen reagiert auf Boom und Nachfrage mit dem neuen dreimonatigen Zertifikatslehrgang "E-CommerceManager (BCW)".

Kurs ab Mitte April

Am 14. April beginnt der berufsbegleitende Kurs, der sich an Berufstätige aus dem kaufmännischen Bereich, aber auch Fachkräfte aus der IT-, Medien- oder Kommunikationsbranche richtet. "Der Vertrieb über den eigenen digitalen Shop und Hunderte weiterer Kanäle im Netz stellt auch erfahrene Kaufleute vor neue Herausforderungen", so BCW Weiterbildungsberaterin Annika Pototzki. Um der steigenden Erwartungshaltung der Verbraucher, aber auch dem technischen Fortschritt gerecht zu werden, befasst sich der Lehrgang nicht nur mit aktuellen Shop- und Bezahlsystemen und digitalen Vertriebsplattformen. Es geht auch um die Logistik, die hinter den Online- Bestellsystemen steht. Thema sind außerdem rechtliche Besonderheiten, wie etwa der Datenschutz.

Online-Marketing

Pototzki: "Einen weiteren wesentlichen Teilbereich der Tätigkeit als E-CommerceManager macht das Online Marketing aus. Um das eigene Produktangebot im Internet besser sichtbar zu machen, beschäftigen sich die Lehrgangsteilnehmer daher auch mit Themen wie Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing." Mehr Infos und Anmeldung bei Annika Pototzki, 0201 81004-363, annika.pototzki@bcw-gruppe.de
Bild: Große Resonanz bei Gesundheitsforen in Dortmund und München

Große Resonanz bei Gesundheitsforen in Dortmund und München

Die FOM wird als Forum für Diskussionen zu großen Gesellschaftsthemen immer bedeutender: Weit über 400 Gäste kamen zu zwei Fachtagungen an die FOM Hochschulzentren Dortmund und München. Warum kommt der digitale Hype nicht im Gesundheitswesen an? Darum ging es beim 3. Symposium "eHealth & Society" an der FOM in München.

Wo bleibt der digitale Hype im Gesundheitswesen?

Zahlreiche Experten beleuchteten das so wichtige gesellschaftliche Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Ärzteschaft, der Pflege, der Informatik und von Krankenkassen waren dabei. Ausrichter der Veranstaltung waren die FOM Hochschule, der Medizinische Dienst der Krankenkassen in Bayern, das Städtische Klinikum München und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie legten bewusst den Finger in eine Wunde. Denn während die Digitalisierung im Gesundheitswesen anderer europäischer Länder bereits deutlich vorangeschritten ist, dümpelt Deutschland diesbezüglich eher vor sich hin - und den Nachbarstaaten hinterher.

"Wichtiger Beitrag der FOM zu Innovation und Entwicklung"

Unter dem bewährten Motto "Gesundheit, Verantwortung, Ökonomie" informierten sich rund 220 Gäste bei Vorträgen und in Diskussionsrunden in Dortmund über Betriebliches Gesundheitsmanagement und Wiedereingliederung. Oberbürgermeister Ulrich Sierau zeigte sich erfreut: "Dortmund ist ein relevanter Gesundheitsstandort in Deutschland. Die FOM leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Diskussion, Innovation und Entwicklung." Keynote-Speaker Nicolai Müller betonte: "Nachhaltiges Gesundheitsmanagement ist eine Frage der inneren Haltung und Führung."
Bild: Promotionsprogramm-Teilnehmer trafen sich in Essen

Promotionsprogramm-Teilnehmer trafen sich in Essen

Wissenschaftlicher Austausch, diverse Forschungsseminare und die Zwischenstände der Promotionsprojekte - drei Tage lang trafen sich 31 Teilnehmer des Promotionsprogramms der Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM) und der FOM im Hochschulzentrum in der Herkulesstraße, um sich zu informieren und auf den aktuellen Stand zu bringen. Zielsetzung: Die Promovenden sollen ihre eigenen Forschungsergebnisse und die der anderen Teilnehmer kritisch hinterfragen. So kann der eigene Forschungsplan verbessert werden.

Wichtiger Kontakt zu Forschern

Die FOM bietet den Promovenden mit der Präsentationswoche die Chance, sich nicht nur intensiv untereinander auszutauschen, wichtig ist auch der Kontakt mit Forschern der FOM. "Wie reiche ich eine Publikation ein, wie komme ich auf nationale und internationale Konferenzen"? Diese und weitere Fragen wurden ausführlich beantwortet. Konzentriert gearbeitet wurde in den Forschungsseminaren: In der Schreibwerkstatt ging es beispielsweise darum, die Dissertation Schritt für Schritt anzufertigen. Thema außerdem: Wie bekommen die Promovenden Beruf, Promotion und Privatleben am besten unter einen Hut.

Arbeitsatmosphäre stimmte

"Es war eine gute Arbeitsatmosphäre", so Prof. Dr. Alexander Zureck, der das Programm begleitet. "Die Promovenden stecken in unterschiedlichen Dissertationsphasen. So entstand ein zusätzlicher Ansporn, sich intensiv mit der eigenen Ausarbeitung zu befassen." Das UCAM/FOM Promotionsprogramm bietet seit einigen Jahren überdurchschnittlich guten Master-Absolventen der FOM Hochschule die Möglichkeit, neben dem Beruf zu promovieren. Möglich macht das die Kooperation mit der spanischen Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM). https://www.fom.de/international/international-office-1.html